Pest und Cholera


Pest und Cholera sind meine hundeähnlichen Mitbewohner. Sehen aus wie Hunde, sind aber keine. Warum? Ich fange mal mit dem körperlich kleineren Übel an.


Pest:
Pest ist 42cm hoch, 11kg schwer. Also recht schmal und langbeinig. Böse Zungen behaupten er sei ein Pinscher. In seinem gefälschten Ausweis steht aber was anderes. Nachdem wir schon ein paar Jahre zusammen leben, habe ich endlich raus gefunden was er ist.

Er ist ein Affe-Fledermaus-Katze-Alien Hybrid.

Zur Erklärung:
Affe: Wenn es nach ihm ginge, würde er den ganzen Tag nur sinnlosen Quatsch machen und ab und zu rum getragen werden.
Fledermaus: Er hat nicht nur riesen Ohren, sondern kann diese auch noch unabhängig voneinander in verschiedenen Stellungen bewegen. Er kann also zum Beispiel das rechte Ohr komplett aufstellen und nach vorne richten, während er das linke weg klappt. Oder andersrum. Oder beide stehen, oder beide kippen. Je nach Situation. Ich bin mir sicher, dass er damit Schallwellen auffängt.
Katze: Als Baby habe ich ihn regelmäßig von Schränken und anderen Möbeln runter gepflückt. Keine Sau weiß wie er da hoch gekommen ist. Jetzt passiert ihm das öfter mit Bäumen.
Alien: Alle irdischen Lebewesen brauchen Sauerstoff. Pest kann im Hochsommer 12h unter einer Daunendecke verbringen ohne einmal den Rüssel raus zu strecken. Ich glaube ja an seine guten Absichten. Wahrscheinlich wandelt er da CO2 in Sauerstoff um.
Hybrid: Das Teil muss im Labor gezüchtet sein. Ich habe noch nie Affen, Fledermäuse, Katzen und Aliens beim Gruppensex gesehen.
Pest ist eigentlich ziemlich pfiffig, wendet es aber ausschließlich in seinem Sinne an. Obwohl er schon einige Jahre alt ist, ist er von Hunden noch nie verprügelt worden. Das liegt allerdings nicht daran, dass er sich so gut benimmt, sondern, dass er an Hunde die ihn abwatschen nicht ran geht. Er sucht sich gezielt und ausdauernd Opfer zum besteigen. Pest hat im Laufe der Jahre eine ausgeprägte innergeschlechtliche Intoleranz entwickelt, die inzwischen sogar zwischenartlich wird. Auf Deutsch: er findet andere Kerle ziemlich ätzend. Egal mit wie viel Beinen. Dinge die Pest gut kann sind:
Rumhüpfen
Rumprollen
Und am allerbesten kann er blähen.

Sobald ich weiß, wie er das auf Kommando macht, setzte ich ihn als ultimative Date-Beendigungswaffe ein.

Cholera:
Cholera wiegt 26kg und sieht aus wie ein Schäferhund mit Immigrationshintergrund. Mangelndes Kampfgewicht löst sie durch Geschwindigkeit. Ihr liebstes Hobby ist Hunde zu Tode zu erschrecken. Also von hinten anrennen und anbellen, dann weiter rennen. Oder Umrennen. Das findet sie auch ganz lustig. Ich nenne das Hit&Run. Wenn man Cholera beobachtet weiß man sofort warum sie ein

Springbock-Todesstern Hybrid

ist. Cholera ist leider nicht die hellste Kerze auf der Torte. Dafür ist sie fleißig. Und sie findet mich cool. Deswegen stellt sie nicht jedes Mal das Gesamtkonzept meiner Anforderungen in Frage.

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