Dienstag, 28. März 2017

Wie man mit Männern redet


Es gibt natürlich Ausnahmen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass der Tunnelblick bei Männern auch in der Kommunikation wirkt. Tunnelblick, ihr wisst schon. Er hängt vor dem Kühlschrank und brüllt „wo ist die Butter“, ihr pellt euch vom Sofa hoch und überlegt, ob ihr vergessen habt welche zu kaufen. Am Kühlschrank angekommen zeigt ihr drauf und meint “vor Deiner Nase.“

Ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir Bilder von weiblichen Brüsten oder Ärschen auf die Butter kleben, kein Kerl der Welt die Butter übersieht.

Bei Kommunikation ist es irgendwie ähnlich. Besonders bei schriftlicher. Wenn ich einem Kerl eine 4-zeilige Nachricht schicke, kann ich mir relativ sicher sein, dass seine Antwort sich maximal auf die letzte Zeile bezieht. Die anderen Zeilen werden einfach ausgeblendet. Anders verhält es sich, wenn man 4 Zeilen über Sex kommuniziert. Dann werden alle Wörter genau verarbeitet.

Ich werde bei Gelegenheit mal ausprobieren, ob die Nennung von bestimmten Wörtern die Aufmerksamkeitsspanne verlängern. Eine Nachricht könnte dann so aussehen:

Guten Morgen meine Sonne,

Titten, vergisst Du bitte nicht heute Abend den Wein mitzubringen?

Nackt, es wird bei mir auch 30 Minuten später.

Habe einen schönen Tag.

Erste und letzte Zeile kann man normal kommunizieren. Sind nicht wichtig. Aber vielleicht hätte er so a) den Wein mit gehabt und b) nicht 30 Minuten vor meiner Tür warten müssen.

 

Kommentare:

  1. Grins, oder er steht dann nackt vor der Tür und wartet zwei Stunden;)

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  2. Witzig... als Mann wäre ich bei nach "Sonne" und vor dem folgenden Komma bereits ausgestiegen und hätte nicht mehr weiter gelesen. "meine Sonne" hätte mir bereits das Gefühl von verarscht werden hervorgerufen.

    Für mich würde die Information wie folgt sauber aufgearbeitet aussehen.

    Wein einkaufen !

    Den Rest des Füllmaterials könnten sie sich sparen.

    Für das Zeitproblem würde ich eine Aktualisierung des Termins im Google/Outlook Kalender erwarten.

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    1. Nun, bin mir bei Ihnen sehr sicher, dass meine normale Art der Kommunikation (15 Jahre Baubranche) sehr angesagt wäre. Leider ist die kurze Nachricht "Wein einkaufen" bei anderen Menschen dann zu kurz. Und mein Kalender geht zum jetzigen Zeitpunkt der Beziehung den Guten noch nichts an ;-)

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    2. Verschicken von Terminen ist ein Standard und funktioniert Plattform übergreifend und setzt keine Verknüpfung der Kalender voraus. (Ja ich weiß, so eine technische Aussage kann auch nur von einem Mann kommen.)

      Termine die nicht in Kalender stehen, gibt es in meiner Welt nicht :-)

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    3. Wer will den bitte die Zeit verschieben?

      Wäre ich schon raus, zu kompliziert. Zuviel Aufwand.

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    4. Mein Job erforderte spontan längere Arbeitszeiten

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    5. Mein Fehler, ich glaube ich habe missverständlich ausgedrückt.

      Ich meinte, wenn Sie die Termine legen und verschieben, dann sollten Sie Zeit des Termins aktualisieren, wenn es zu einer Verschiebung kommt.

      Aber ist ja auch wurscht... hauptsache ist ja, das Ihre männliche Wahl just in time da ist und auch den Wein dabei hat :-)

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  3. Ich muss wirklich lachen. Wenn ich das mal bei Herrn Blau versuche, wird er mich bestimmt fragen, ob bei mir alles okay ist :D

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    1. Stand Herr Blau schon mal suchend vor dem Kühlschrank? Wenn ja, erst mal Bildchen probieren

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    2. Ne, bei uns bin ich diejenige.... Manchmal!

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  4. Echte Kerle suchen keine Butter, sehr haben die Nummer vom Pizzaservice als Kurzwahl auf Taste 1 gespeichert.
    C.

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  5. Dafür können wir Männer nichts. Wenn die Butter unter der Farbe "blau" abgespeichert ist und plötzlich eine andere Sorte mit grüner Verpackung im Kühlschrank liegt, sehen wir die nicht mehr. Der Trick mit den Fotos würde allerdings zuverlässig funktionieren. Das lässt sich nicht abschalten.

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