Dienstag, 14. Februar 2017

Völlig durchgeknallt und Spass dabei

Ich habe die letzten Tage die Anzahl der Menschen, die mich für latent irre halten wahrscheinlich um eins erhöht. Danach bin ich ins Bett gegangen und habe das erste Mal seit Wochen durchgeschlafen. Großartig.


D.h. nämlich, dass es mir völlig latte ist, was diese Person von mir denkt und ich weiß, dass das der Abschluss ist, den ich gebraucht habe. Zudem ich weiß, dass ich nicht ganz rund laufe. Allerdings
1.       auf eine völlig anderen Ebene als er denkt und
2.       wenn das Leben mit einer Klatsche so gut ist, kann das so bleiben.
Meine ganz persönliche Macke hat mich die letzten Tage ein paar Dinge machen lassen, die mit großer Wahrscheinlichkeit die meisten als übertrieben ansehen, aber ich brauche das für einen gesunden Schlaf. 
D.h. ich habe sämtliche Passwörter geändert, auch PIN`s und ähnliches, ich habe Sicherungskopien gemacht, auch vom Blog, danach habe ich ein paar Leute aus meinem privaten Netzwerk kontaktiert. Früher dachte ich ja immer, es sei praktisch Handwerker zu kennen, heute schätze ich die (echten) Polizisten und die Juristen viel mehr. Als das alles getan war, gab es für eine Person aus meinem Umfeld nur noch Hüh oder Hott im Umgang mit mir. Das habe ich auch so kommuniziert. Die Einzelheiten sind eine längere Geschichte, die irgendwann mal erzählt wird, aber im Gegensatz zu letztem Jahr war ich dabei nicht einmal emotional überspannt, hektisch oder habe mich von irrationalen Verlustängsten lenken lassen. Ich habe brav in der „ich“ Perspektive kommuniziert und nicht im „Du hast“. Außerdem formulierte ich ganz artig die Verletzungen, die ich empfand als genau das. D.h. nicht als Vorwurf, sondern als Darstellung meiner subjektiven Gefühle. Die Reaktion war, ganz typisch, von allen Möglichkeiten die „schlechteste“. Wobei das ja in diesem Zusammenhang ja relativ ist. 
Meine Umgebung fragte mich die letzte Zeit, warum ich überhaupt wieder Kontakt mit ihm hätte und ich konnte das irgendwie nicht beantworten. Gründe gab es keine, nicht hinsichtlich was 2016 alles passiert ist. Irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen, denn mir war klar, dass ich für mich einen Abschluss brauche. Ich bin ein selbstkritischer Mensch und allein die winzig kleine Wahrscheinlichkeit, dass an seinen Storys was dran sein könnte und die Möglichkeit, dass ich letztes Jahr völlig drüber war, lies mich nicht schlafen.  2017 ist aber anders. Mir geht`s gut und ich fühle mich „sehr bei mir“. Auf meine Rückfragen reagierte er mit Rechtfertigungen und passiv-aggressivem Verhalten. Damit kommt man bei mir eh schwer durch, aber ein Mensch, der nicht mal genug Klöten oder Arsch in der Hose hat, sich zu entschuldigen, den brauche ich nicht in meiner Umgebung. Trotzdem hatte er jederzeit die Möglichkeit selbst zu entscheiden. Ich nannte lediglich Spielregeln im Umgang mit mir. Ob er sie einhalten möchte oder nicht, freier Wille…
Ich meine niemand von uns ist perfekt und wir sind alle mal komplette Vollpfosten. Das ist menschlich. Letztendlich reißt man sich irgendwann am Riemen und entschuldigt sich. Jedenfalls wenn die eigenen Worte, dass der andere für einen wichtig sei, nicht nur leere Worthülsen sind. Er hat deutlich gezeigt, dass sein Umgang mit Menschen und seine Moralvorstellungen zu meiner so konträr sind, dass selbst lockerer Kontakt völlig sinnlos ist. Bemerkenswert, dass ich bereits im Dezember 2016 exakt das Gleiche zu ihm sagte. 
Er hat damit mit dem „wie“ das „was“ völlig relativiert. Es ist irrelevant geworden, ob seine Geschichten stimmen oder nicht, meine Entscheidung basiert auf eine mit mir inkompatible Charaktereigenschaft. 
„Es ist ein erleichterndes Gefühl, keine Fragen mehr an eine bestimmte Person zu haben. Nicht weil sie beantwortet wurden, sondern weil die Antworten nicht mehr wichtig sind.“
Dieses Ziel ist erreicht.
Warum aber dieser Aufstand mit den Passwörtern, der rechtlichen Absicherung und so? Na ja, da habe ich echt einen an der Waffel. Ich bin einfach ein gebranntes Kind und sorge lieber vor. Ich gebe es zu, ich laufe da nicht ganz rund. Warum ist auch eine andere Geschichte, aber ich schlafe gut, weil ich halt vorsorge. Eine Freundin von mir ist Volljuristin im Verlagswesen. Sie kennt sich mit Persönlichkeitsrechten und so gut aus. Sie hat den Blog gelesen und mir das „go“ gegeben. Ich habe mich viel zu lange in vielen Dingen hier fremd steuern lassen, weil… na weil halt. Das will ich nicht mehr, es ist mein Blog, mein Raum mich auszukotzen, zu reflektieren und auch einfach mal Luft abzulassen. Solange ich keine Namen oder eindeutige Hinweise gebe, ist alles in Butter. Bei dieser Aussage bin ich vor Lachen vom Sofa gefallen. Aber auch das ist eine andere Geschichte. 
Es ist meine Macke. Sie und ich leben schon lange zusammen und haben uns arrangiert. Und sie ist sozialverträglich. Sie betrifft nämlich nur Menschen, die nicht (mehr) Teil meines Lebens sind. 
„Man braucht keinen Grund zu gehen, wenn man keinen hat zu bleiben.“



 

Kommentare:

  1. Ich freue mich auf die schriftliche Gedanken-Fortsetzung des 3 Teilers " Anstalt reloadet"
    Immer wieder schön, entspannend und schlicht zum loslassen.....Wie ein gutes Buch!!

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  2. Also das mit den Passwörtern kann ich schon nachvollziehen. Manchmal schafft es der Mann ja, mich mit seinem Verfolgungswahn anzustecken und seither ändere ich regelmäßig alle Zugangsdaten.
    Was mir aber zu denken gibt, ist das Persönlichkeitsrecht. Ich meine, es ist ja klar, dass Helma Ziggenheimer nicht mein echter Name ist - aber die Fotos sind echt. Und wenn ich dann von meinem Ex schreibe (was ich aber insgesamt nur 1 oder 2 x im ganzen Blog gemacht hab, glaube ich; na gut, vielleicht auch 3 oder 4 x) und mich jemand auf den Fotos wiedererkennt, dann gibts zumindest keine Fragen, wer mit "Ex" gemeint ist.
    Hm. Da sollte ich zumindest in Zukunft besser aufpassen.

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    1. ja, das kann tatsächlich ein Angriffspunkt sein, allerdings ein schwacher.

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    2. P.S. war dein Verflossener auch so paranoid? Scheint bei diesen Persönlichkeiten wirklich ein gemeinsamer Nenner zu sein.

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  3. Ja mein Verflossener hat hinter allem und jedem was Schlechtes oder eine Bedrohung vermutet, das war manchmal nicht auszuhalten.
    Der aktuelle Mann an meiner Seite ist aber auch nicht ohne ;) Der hat seinen Mac so "hochsicherheitsgetraktet", das er jetzt immer erst mal temporär was erlauben muss, damit Du Dir überhaupt eine Seite im Internet angucken kannst.. Mein lieber Schwan!
    Hinsichtlich des Angriffspunktes: Meine Söhne kennen meinen Blog ja und sie lesen immer die Beiträge zu ihren Geburtstagen. Ansonsten nicht, ist mein Eindruck. Es ist wohl einfach nicht interessant für sie :) Insofern stünde auch nicht zu befürchten, dass sie ihrem Vater davon erzählen. Was mich aber auch nicht wirklich stören würde: Damit wüsste er auch nicht mehr aus meinem Leben als die Jungs ihm erzählen (würden). Zu allem stehe ich hundertprozentig - auch zu dem, was ich über ihn selbst anklingen ließ. Weil es einfach so war. Diese paar Posts über ihn müsste er erst mal finden und wenn er verlangte, diese rauszunehmen - bitte sehr. Mehr dürfte mir da nicht passieren. Ich muss eben nur in Zukunft drauf achten, dass ich nicht deutlicher werde. Manchmal gibt es ja doch immer noch Sachen, die ich am liebsten einfach rauskotzen würde - und jetzt bin ich zumindest "gewarnt", dass ich das so einfach nicht machen darf :)

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    1. Einer meiner Verflossenen hatte Sorge die Rollläden im Wohnzimmer ganz auf zu machen. Die Nachbarn könnten sehen, was bei ihm auf dem Rechner ist.
      Ich habe den blöden Anfänger Fehler gemacht, dass das kürzlich abgelegte Modell den Blog kennt. Aber ich habe zu lange darauf Rücksicht genommen.
      D.h., ich finde Du machst das richtig. Dein Blog, Dein Wohnzimmer.

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    2. Ernsthaft jetzt? Oh Gott, ich muss lachen...
      Was ich ja auch immer merkwürdig finde: Wir sind ja derzeit auf Wohnungssuche, weil zwei kleine Zimmer auf Dauer eben doch zu klein sind, Home Office hin oder her. Und bei allen Inseraten, die mir zusagen, bemängelt der Mann immer sofort "Aaaah nee, guck mal, wie dicht die Nachbarn wohnen, das ist mir alles zu nah! Da können die mir auf den Tisch gucken!" Du wirst mir doch recht geben, dass das merkwürdig klingt aus dem Mund eines Mannes, der morgens auch mal komplett nackt zum guten-Morgen-Kuss in die Küche kommt, obwohl die Rolläden längst hochgezogen und bis vor kurzem morgens auch ein kleines Licht eingeschalten war. Wir wohnen zwar aktuell in einer Seitenstraße, aber auch wir haben schon jetzt einen Gegenüber! Was heißt einen! :D

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    3. Schau Dir doch mal gemeinsam mit ihm die Erfindung blickdichte Gardinen an ;-)
      War in meinem Fall allerdings zwecklos

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