Mittwoch, 18. Januar 2017

Emotionale Gewalt




Ich habe lange überlegt, ob ich einen diplomatischeren Titel wähle, aber bei dem Thema bin ich recht emotional und habe keine Lust auf Diplomatie.

Meine ehemalige Freundin E. hat ich wieder gemeldet. Sie wäre in der Stadt und man könne sich treffen. Eigentlich hätte ich das gerne gemacht, aber nach 3 Sätzen fiel schon wieder der Name „John Doe“ und ich wusste, dass ein Treffen mit ihr für mich nicht gut wäre. E. war nach mir mit John Doe zusammen. Aber ich konnte mich nach 6 Monaten von ihm frei kämpfen, sie war 6 Jahre mit ihm zusammen. Was er zurück ließ war eine zerstörte Identität in Form einer abgemagerten und trinkenden ehemaligen Schönheit. Gerne würde ich ihr beistehen, aber sie ist nicht so weit zu erkennen, dass er ein emotionaler Gewalttäter ist und sie ein Opfer. Sie idealisiert ihn immer noch und versucht ihn in Schutz zu nehmen.

In unserer Gesellschaft haben es Opfer von emotionaler Gewalt, die nicht sichtbar und selten nachweisbar ist, schwer. Die Umgebung kanzelt einen zu schnell ab. „Warum bist Du geblieben“, „Du hast Dich selbst zum Opfer gemacht“, „warum hast Du Dich nicht gewehrt“, wird allzu leichtfertig dahin gesagt. Zudem man als Opfer als schwach und hilflos abgestempelt wird. Das Alles spielt aber dem Täter, ja ich spreche hier absichtlich vom Täter, in die Hände. Die Betroffenen stürzen sich in Selbstvorwürfe und schwächen sich noch zusätzlich. Außerdem kann man sich als halbwegs normaler Mensch nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die den anderen tatsächlich und nachhaltig zerstören wollen und dabei peinlichst genau vorgehen. Wir haben auch zu viel Toleranz mit diesen Tätern. Man muss immer jedem seine Macken lassen, tolerant auch gegenüber schwierigen Personen sein etc. Den leidenden Partnern wird nicht geglaubt, bei ihnen die Eigenschuld gesucht oder noch viel schlimmer, sie werden als zu empfindlich abgestempelt.

Emotionale Gewalt gibt es in vielen Bereichen. Hier geht es um (angebliche) Partnerschaft. Alles andere sprengt den Rahmen.

Keiner dieser Typen stellt sich bei den ersten Treffen als Arsch vor. Die bescheuerte Frage warum man auf so Typen reinfällt ist also mehr als blöde (obwohl man sie dann gestellt bekommt). Im Gegenteil, diese Typen sind oft unglaublich anziehend, sprachgewandt und (scheinbar) fürsorglich und emphatisch. Sie verpassen einem am Anfang der Beziehung einen Endorphinrausch, der unglaublich ist. Höhenflug pur. Ihre demoralisierende Art kommt erst nach und nach, erst nur wie kleine Nadelstiche, dann mehr. Sie schaffen es, dass man an seiner eigenen Wahrnehmung zweifelt, weil sie die Gabe haben, sich nie greifbar zu machen, immer ohne Zeugen zu agieren und in der Umgebung als reflektiert und kontrolliert zu erscheinen.

Nach meiner Trennung von John Doe, die Beziehung war glücklicherweise nicht lange genug, um wirklichen Schaden anzurichten, meldete sich meine Vorgängerin bei mir. Wir haben lange gesprochen. Unter Tränen erzählte sie mir das ein oder andere und ich kommentierte lediglich mit „das kann ich mir gut vorstellen, dass er das so gesagt/gemacht hat“. Ihre größte Erleichterung bestand darin, dass sie jemand mit ihrem Leidensdruck verstand und nicht, wie sonst, sie abtat mit „ach, es ist John, der ist nur ein bisschen schwierig, sei nicht so empfindlich.“ Wir nennen die Vorgängerin hier mal Nadja. Nadja hatte frisch Abi als sie ihn kennen lernte, war wunderschön und voller Leben. Nach 4 Jahren war sie wegen einer angeblichen Depression und Selbstmordversuch in Behandlung.

Jeder der jetzt über sie urteilt, sollte diesen Artikel 5x lesen!

Nein, psychische Gewalttäter suchen sich keine schwachen Opfer aus. Das interessiert sie nicht. Denn sie wollen etwas zerstören, was sie nicht haben. Lebensfreude und Perspektiven. Die Opfer sind nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Falsche Zeit, weil sie vielleicht gerade eine schwierige Phase haben. Eine schwierige Phase hat nichts damit zu tun, dass man sich das Leid ausgesucht hat oder braucht. Die haben wir alle mal. Diese Gewalttäter schaffen es mit ganz perfiden Mitteln, dass man irgendwann an sich selbst zweifelt und glaubt man selbst hätte ein therapiebedürftiges Problem. Und dann kommt auch noch ein Therapeut, der tatsächlich nach „Schuld“ sucht. Gerne in der Vergangenheit/Kindheit. Die letzte Kraft sich dann vom eigentlichen Täter zu befreien schwindet.

Psychische Täter sind aalglatt. Niemals würden sie etwas tun, was man wirklich greifen kann. Außerdem agieren sie mit Dingen, die einzeln betrachtet, nicht so schlimm sind. Lauter kleine Stiche. Wenn man die erzählt, bekommt man oft die Rückmeldung, dass man nicht überbewerten soll. Der Anfang der Zweifel an der eigenen Wahrnehmung. Selten bis nie kommen die Attacken öffentlich und damit nachweisbar. Zudem sie es auch verstehen, sollte das Opfer sich distanzieren, wieder den Hype der Emotionen zu produzieren. Sie kennen treffsicher unsere Schwächen und Hoffnungen. Nicht weil sie emphatisch sind, sondern weil sie die „Kunst des Krieges“ perfekt beherrschen.

John Doe ist Fotograph und natürlich hat er mich damals häufig von allen Seiten fotografiert. Er sitzt am PC, schaut mich an und meint „mh, ich muss Deine Bilder inzwischen ganz schön nachbearbeiten. Bist ja auch nicht mehr die Jüngste.“ Ich hüpfe aus dem Schlüppi und er bleibt wie immer völlig ruhig und tut mich als „überreizt“ und nicht kritikfähig ab. Damit kann er Recht haben. Für jeden Außenstehenden bin ich der Aggressor, weil ich die Nerven verliere. Dass dieser Bemerkung schon zick andere in dieser Richtung vorausgingen, weiß ja keiner. Diese Typen haben ein Talent einen solange zu provozieren bis man ausflippt. Und zack, steht man, auch vor sich, als nicht belastbar, reizbar und zu empfindlich dar. Ein Teufelskreislauf. Jedes Mal wenn ich die Schnauze voll hatte, fing er mich wieder ein. Er schürte meine geheimen Hoffnungen genauso geschickt wie meine Unsicherheiten. Nach 6 Monaten saß ich zu Hause, trank eine Flasche Wodka und schrieb ihm eine Mail, von der ich wusste, dass er danach endgültig mit mir brechen würde.  Ich selbst war schon kaum noch in der Lage mich gegen ihn, wenn er zutraulich, leidenschaftlich etc. wurde zu wehren. Mein Plan ging auf. Zum Glück. Trotzdem brauchte ich noch Mal 6 Monate um ihm nicht mehr hinterher zu weinen.

Als E. auf ihn traf, hatte sie leider keine Chance. John ist unglaublich gut aussehend, sehr gebildet und hat eine unglaubliche Sexiness. Er versteht es in Perfektion von sich den Eindruck des loyalen, integren Menschen abzugeben. Mit tiefer, verletzlichen Seele. Er hatte sie schon in seinem Netz der Manipulation als ich mit ihm zusammen war. Nach der Trennung machte er die Falle zu. Weil er ist wie er ist, war das Bild, dass ich überspannt und überfordert bin, ganz leicht zu zeichnen. Immerhin hatte er dafür gesorgt, dass es zick Beispiele gab. E. hatte eine schwere Trennung hinter sich und John Doe tat so, als ob er sie auffinge. Und er kann wirklich mit seiner ruhigen, sachlichen Art das Gefühl vermitteln, er sei das Opfer in vorherigen Beziehungen gewesen. Er würde niemals offensichtlich was sagen, aber er kann einem durch Andeutungen Gedanken in den Kopf pflanzen.

John Doe hat mir beigebracht sehr genau hinzuhören, wenn einer ruhig und sachlich, ohne zu jammern oder zu lästern, Geschichten erzählt, indem er das Opfer ist.

Wenn ihr Menschen in eurer Umgebung habt, egal ob Familie, Job oder sonst wo, die wie emotionale Wracks wirken, es oft auch sind, die therapiebedürftig wirken, bitte bitte schaut 2x hin. Stempelt sie nicht wie oben beschrieben ab. Überprüft eure Einstellung zum „typischen Opfer“.  E. ist ein solches Wrack, aber ihre Umgebung und sie selbst lässt nicht zu, dass sie sich als Opfer begreift und damit ihn als Täter. Und damit kann weder ich, noch sonst wer, ihr gerade helfen.

Mehr Infos unter:



 

 

 

Kommentare:

  1. An der Stelle sehe man es mir nach und das hat nichts mit abstempeln zu tun... aber es ist für mich persönlich schwer erfassbar, warum Menschen bei anderen Menschen bleiben, wenn Ihnen Gewalt widerfährt.

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    1. Diese Gewalt kommt oft nicht greifbar oder unvermittelt. Die Betroffenen begreifen oft selbst nicht, dass ihnen Gewalt widerfährt.
      Das ist ja das perfide.
      Zudem der Zweifel an der eigenen Wahrnehmung greift

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    2. Ja, okay... das klingt plausibel... ist aber nur gegeben, wenn die Eigenwahrnehmung nicht mit der Außenwahrnehmung abgeglichen wird und ein enstprechendes Delta geklärt wird.

      Aber unter dem Aspekt plausibel.

      Interessantes Thema.

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    3. Sehen Sie, das ist auch ein Punkt. Die Außenwelt nimmt das Leid nicht ernst, schürt damit die Selbstzweifel. Die Selbstzweifel zerstören weiter das Selbstwertgefühl, welches eh vom Gewalttäter angegriffen wird...Der Kreislauf beginnt

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    4. Frage: was ist denn DIE Außenwelt?

      Ich denke, das ist ein bisschen zu pauschal. Ich denke, es gibt welche die es erkennen, welche die es nicht sehen, welche die ignorieren, welche die vielleicht überbewerten.

      Pauschal zu sagen, NIEMAND nimmt es ernst, dem stimme ich nicht zu.

      Wobei es sehr schwer ist, wenn man selbst darin steckt, es zu erkennen. Das unterschreibe ich sofort.

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    5. Es ist auch schwer erfassbar, wenn man es noch nie erlebt hat.
      Aber ich erzählte z.B. Einer Freundin von kleinen Gemeinheiten. Sie versuchte mich zu beruhigen. Ich solle nicht überbewerten. Sie meinte es gut, tat aber das Falsche.
      Ich zog mir den Schuh an, war ja auch oft gestresst wegen Job und so.
      Nur ein Beispiel.
      Es gibt sehr wenige Menschen, die psychische Gewalt erkennen und benennen.
      Zudem die Täter nach aussen wirklich ein anderes Bild widerspiegeln und die Glaubwürdigkeit der Opfer damit angreifen

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  2. Meine Schwester ist zweimal auf solche Typen reingefallen, bis sie einen halbwegs "normalen" Typen erwischt hat. Das Problem ist, du siehst von außen die Gewalteinwirkungen nicht. Sie hat erst später darüber gesprochen. Dieses tröpfchenweise Gift, das Zerstören des Selbstbewusstseins geht in Zeitlupe. Bei einem blauen Auge ist wenigstens alles klar. Aber diese Gewalttäter arbeiten äußerst geschickt und im Verborgenen. Bei Familientreffen siehst du nur die Fassade - und die ist glatt.

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    1. Ja. Das trifft es sehr gut.
      Deswegen war es mir ein Bedürfnis es mal zu thematisieren

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  3. Oft ist es aber auch so, dass die Außenwelt sehr wohl mitbekommt, was da passiert, aber der Mensch, dem übel mitgespielt wird, ist es dennoch unmöglich zu gehen. Ich sage bewusst Mensch, weil es auch Frauen mit Persönlichkeitsstörungen gibt. Ich könnte mal einen Kommissar, der wurde von seiner Frau ganz oft vermöbelt, er hat sich nicht gewehrt, manchmal haben Nachbarn dann die Polizei geholt, und er ist vor Scham in den Boden versunken, wenn dann seine Kollegen kamen. Aber er konnte auch nicht gehen.
    Ich glaube, die Unfähigkeit zu gehen, liegt in der Kindheit begründet. Wahrscheinlich wurde man damals ähnlich behandelt, und das kommt einem dann so bekannt vor, also diese Hilf- und Machtlosigkeit, dass man einfach keinen Ausweg findet. Sage ich jetzt mal so als Hobbypsychologin.

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    1. Das Gehen ist der erste Schritt im Anerkennen, dass man Opfer wurde. Da das Wort Opfer ist so negativ belegt, die Scham so gross....

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  4. Stimmt, wenn man in der Kindheit so etwas erlebt, dann passiert es zwangsläufig wieder. Mir ist es so ergangen. Der Kindesvater meines Sohnes hat mich bis zum versuchten Suizid getrieben.

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    1. Es ist aber ein Trugschluss, dass das nur Menschen mit schlechter Erfahrung passiert. Oder es ein Handlubgsmuster ist.
      Im Gegenteil. Manchmal passiert das einfach in einer angespannten, schwachen Lebensituation, die wir alle haben.
      Der Gedanke, dass diese Opfer Schuld im Sinne von eigenen Traumata sind, ist in diesem Fall auch gefährlich

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    2. Danke für diesen sehr ehrlichen Kommentar!

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    3. Ich meine nicht, dass sie schuld sind, weil sie nicht gehen können wegen früherer Erfahrungen. Sie sind als Kind Opfer gewesen und werden es später als Erwachsene wieder.
      Es ist ganz gruselig, was sich da manchmal in den vier eigenen Wänden abspielt.
      Ich hab da auch schon mein Waterloo hinter mir

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    4. So wollte ich es auch nicht 😊.
      Wer als Erwachsener an einen emotionalen Gewalttäter gerät muss nicht zwangsläufig auch eine schlechte Kindheitserfahrung haben.
      Es kann auch Menschen passieren, die keine negative Vorprägung haben.
      Der Schluss, es passiert aufgrund eines Kindheitstrauma empfinde ich daher als nicht richtig

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  5. Danke dir für diesen sehr persönlichen Post. Tut mir ja auch leid, das Klischee bestätigen zu müssen, aber ich bin blöderweise auch mit emotionaler Gewalt aufgewachsen. ;)

    Wurde mir logischerweise erst sehr viel später bewusst, dass das nicht normal war, aber wenn du es nicht anders kennst, dann ist es halt das Maß aller Dinge. Und eigentlich war ich davon überzeugt, diesbezüglich sehr feine Antennen entwickelt zu haben. Sprich: das nicht noch mal mit mir machen zu lassen. Schon gar nicht, wenn ich die Möglichkeit habe, zu gehen. Nun ja. Menschen verändern sich und manchmal geraten Beziehungen aus verschiedensten Gründen in eine Schieflage und ich denke seit geraumer Zeit: sei wachsam, das läuft in die absolut falsche Richtung. DU entwickelst dich in die absolut falsche Richtung. Aber mit einer entsprechenden Vorgeschichte bist du halt auch extrem leidensfähig (und blind oder in deiner eigenen Blase gefangen) und über 20 gemeinsame Jahre wirfst du nicht mal eben weg. Man hat doch gemeinsam so viel durchgestanden etc. Das übliche Gewäsch. Deinen Post empfinde ich auf jeden Fall als sehr "unbequem" und das ist gut so. ;)

    Ich glaube allerdings auch nicht, dass schlechte Kindheitserfahrungen nötig sind, um sich von einem emotionalen Gewalttäter einfangen zu lassen. Es erwischt dich einfach in einem schwachen Moment und schon hängst du im Netz.

    LG A.

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    1. Schon mal darüber nachgedacht, dass der Gedanke an die Vorgeschichte eine Trennung und Befreiung noch schwieriger macht?
      Gerade das Nachdenken über die eigenen angeblichen Defizite spielen dem Täter in die Hände.
      Meine ganz persönliche Meinung ist, dass ein offensives Benennen des Täters und der Taten ohne Refektion auf eigene "Schwächen" zielführend ist.
      Es lohnt sich übrigens die o.g. Foren sehr gründlich zu lesen. Sie sind sehr gut.
      Danke für Deine Ehrlichkeit

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    2. Übrigens ist dieser Durchhaltewille sehr bezeichnend. Eben weil "wir" nicht aufgeben wollen und in gewisser Form "ehrgeizig" sind, tappen wir ihnen in die Falle

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  6. Es fällt mir sehr schwer mich der Opfer-Theorie anzuschließen. Sie lässt für mich das Wesentliche außer acht: dass nämlich es sich um eine Dynamik zwischen zwei Menschen handelt, um ein System. Das sogenannte Opfer (in diesem Fall) handelt komplementär zu dem sogenannten Täter.
    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich hasse diese Geschichten und diese Typen, die den Frauen das Selbstbewusstsein rauben, sie erst anfüttern und dann emotional aushungern. Trotzdem glaube ich, dass hier Muster ineinander greifen und ich wage zu behaupten, dass auch die Männer in gewisser Weise nicht aus ihrer Haut können und in unglücklichen Beziehungen mit unglücklichen Fauen gefangen sind.
    Natürlich gibt es Beziehungen, wo Frauen zu Opfern werden.
    Die hier beschriebenen gehören für mich nicht dazu.
    Hilfe brauchen die Frauen natürlich trotzdem. Und zwar auf eine Weise, die sie das Muster erkennen lässt und es ihnen ermöglicht auszusteigen.

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    1. Es gibt viele Frauen da ist es kein Muster. Sie fallen einmal in einer schlechten Phase auf solche Typen rein und zack.
      Nein, diese Typen sind nicht auch Opfer. Täter bleibt Täter, egal welche Geschichte er hat

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    2. @Tiker: Sehe ich auch so, dass da Muster ineinandergreifen, die "perfekt" zueinander passen und das alles überhaupt erst möglich machen.

      LG A.

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  7. Ich denke es gibt beide Formen. Die ,bei der es ineinander greift ,sowie die, bei der es ein Schädigenden und einen Geschädigten gibt. Ich nenne es bewusst Geschlechterunabhängig. Kein Piggeldy ohne Frederick. Es gibt unendlich viel Material über " kein Täter ohne Opfer" (und anders herum) Wenn sich ein "Opfer" nicht als Opfer fühlt ,so ist/wäre der Täter unmittelbar als solcher entwaffen.
    Ein spannendes Thema.

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  8. @Nelly

    Täter bleibt Täter, keine Frage. An dieser ewigen Wahrheit wollte ich nicht rühren.

    Nur sehe ich eben, anders als Du, den Täter in den von Dir hier beschriebenen Beziehungen nicht. Manchmal mag das so sein. In aller Regel aber, das lehrt mich mein Leben, wie auch meine berufl. Erfahrung, sind es eben doch Muster, die ineinander greifen und sich ergänzen.

    Aber nichts für ungut. Wir müssen nicht einer Meinung sein.

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    1. Nein. Meinungskonformität bringt einen auch nicht weiter.
      Wenn Dich das Thema interessiert, schaue mal nach narzisstische Persönlichkeitsstörung in Partnerschaften 😊

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    2. Das Thema ist mir aus verschiedenen Gründen sehr vertraut.

      Auch wenn wir von narzisstischen Persönlichkeitsstörungen sprechen, was allerdings eine Diagnose ist, die wir als Laien schlecht stellen können, gibt es komplementäre Partner(innen) zu diesen Personen.
      Co-Abhängigkeit wird das gerne genannt, wenn nämlich der eine etwas tut und der andere mitgeht und seine Rolle in diesem Mitgehen findet. Es kann auch durchaus eine dankbare Rolle sein die Gute zu sein, während der Andere der Schlechte, Böse ist. Weisst Du, was ich meine?
      Ich kenne Deine Freundin und die ganze Geschichte nicht und ich möchte mir auch gar keine Meinung dazu anmaßen. Ich glaube einfach, dass Label wie Opfer/ Täter/ Narzisst nicht helfen, weil sie festschreiben, statt zu verändern. Erst wenn man die Dynamik erkennt, in der man sich befindet, kann man sie sich zunutze machen und aussteigen.

      Jetzt hör ich aber mal auf. Es lässt sich in schlecht erschöpfend über diese Dinge diskutieren, in diesem Rahmen hier.

      Schönen Abend Dir!

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    3. Stimmt...Mit dem Rahmen hier 😊

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  9. im ICD10 wird Narzissmus nur als "Sonstige" geführt.....
    Olle Sigmund hat es aber recht gut beschrieben finde ich

    (WIKI)

    Es gibt aber auch Gründe warum ein Mensch (in welcher Phase auch immer) sich zu einem solchen Gegenüber hingezogen fühlt. Andere trinken ,kiffen ,stricken....Was auch immer!!

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  10. Mein Gott... du hast Recht, das ein oder andere ist erschreckend ähnlich.

    In manchen Dingen mag ich meinem Ex kein bewusstes Handeln unterstellen. Ich denke, er war wirklich so sehr "in Not" dass er für sich keinen anderen Weg gesehen hat als Druck auf mich auszuüben. Und er hat mich ja nie festgehalten. Ich hätte ihn ja rauswerfen können. Doch dafür liebte ich ihn zu sehr. Allerdings ist mir auch klar, dass es völlig falsch ist, ihn da in Schutz zu nehmen.

    Gott sei Dank bist du so "schnell" da raus gekommen und Gott sei Dank kannst du da heute so drauf gucken.

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    1. Ja. Und es ist gut, dass ich weiss wie es sich anfühlt und wie es funktioniert. Und dass es eben nicht ist, wie die meisten denken. Man ist nicht schwach, weil man diese Typen kennen lernt und sich verheddert

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    2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  11. Ich setze mal einen Link für mich ...Sobald ich wieder Zuhause bin und Zeit habe, kommt mehr ;)

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Es darf und kann kommentiert werden. Grundsätzlich nutze ich mein Hausrecht und gebe einzeln frei.