Donnerstag, 29. Dezember 2016

SEK - Zwischenbericht



Es dauert ja immer eine Weile bis man Dinge mit Humor sehen kann. Im Moment kann ich in der ganzen Geschichte mit dem „SEK“ so ca. 80% mit Humor sehen, daher nur ein Zwischenbericht. Sobald ich 100% mit Humor sehe, gibt`s den Abschlußbericht.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, der letztendliche Knall hat nicht weh getan. Warum?

1.       Es tut weh, wenn man feststellt, dass man sich in jemanden verguckt hat, dem es nicht genauso geht
2.       Tut es weh, wenn man innerhalt von 2 Tagen „ersetzt“ wird.
3.       Schmerzt es, wenn die Neue angeblich alles bekommt, was man selbst verwehrt bekommen hat.

Und das aller, aller Wichtigste:

·         What the f*** war mit mir los, dass es überhaupt so weit kommen konnte?

Also überlegt man tagelang was man angeblich falsch gemacht hat und warum Dinge so sind wie sie sind. Böser Fehler! Bring nämlich nichts. Ganz echt nicht. Ich meine jetzt mal Butter bei die Fische. Emotional wurde das Ganze doch erst ab Juli. Vorher war er einfach Mittel zum Zweck. Kommen, nicht rumlabern und für einen tiefen und gesunden Schlaf sorgen. Das hat er recht passabel gemacht. Jedoch in 100% der Fälle lief die Waschmaschine als er kam und als er ging lief sie immer noch. Teilweise der Kurzwaschgang. Warum auch immer ich irgendwann mal mein Prinzip verraten habe. D.h. wenn ein Kerl für eine Beziehung nicht taugt, das auch nicht will, trenne ich Körper und Herz strickt. Es geht ihn nichts an, was ich ansonsten denke, mache und will. 

Ich meine, wir reden von einem Typen, der sich eher ein Ohr abschneidet als was von sich zu erzählen. Angeblich weil Frauen ihn sonst stalken, wenn sie zu viel wissen. Eine Ausführung, warum ich es hasse, wenn der Begriff „Stalking“ so inflationär benutzt wird, kommt später. Aber mal ein paar Stilblüten:

Ich: Was machst Du denn in Deiner Freizeit?
Er: Ach, ab und zu lese ich mal ein gutes Buch.
Ende.

Ich wusste nicht ob ich bei der Antwort lachen oder weinen soll. Außerdem, wer liest denn schlechte Bücher?

Ich: Was fährst Du für ein Auto?
Er: Ein großes.
Ende.

Klar, weil ich ihm ansonsten auch hinterher fahre. Hey, ich habe Grenzen. Okay, in dieser Geschichte sind die tief gesunken, aber niemals so tief. Gestern war ich mit C. unterwegs. Wir hörten eine Sprachnachricht von jemand, der sich mit ihr treffen will. Kommentar von ihr: „jetzt weiß ich schon mehr über den Kerl als Du von A. nach 13 Monaten.“ Ich bin vor Lachen fast vor eine Laterne gelaufen. Spätestens da wusste ich „alles ist gut.“ Warum?

1.       Nachdenken was er braucht? Offensichtlich Dinge, die ich ihm weder geben kann, noch will.
2.       Auch wenn ich es gekonnt hätte, wäre er niemals gewesen was ich brauche. Alleine schon wegen seiner sexuell unflexiblen Einstellung.



Obwohl, wir hatten ja einmal Blümchensex. Respekt!

Außerdem, mal ehrlich, egal was er gesagt hat, er stand einfach nicht auf mich. Blöd, aber nicht tragisch. Ich empfehle dazu übrigens ein Buch. Man beachte den Untertitel "locker bleiben und falsche Männer schneller aussortieren."



Seit ein paar Tagen renne ich rum und fühle mich großartig. Ich habe das einzig Richtige gemacht. Mich geschüttelt und mein Leben gelebt. Ich sagte mal zu ihm: "ich habe ein Leben und das habe ich mit und ohne Dich". Wie wahr das ist. Und ich merke, dass mir bestimmte Dinge gerade scheissegal sind. Ich habe ja mein Profil im Portal gelöscht auf dem wir uns kennen gelernt hatten. Das hatte verschiedene Gründe:

1.       Ich hatte keinen Bock mehr auf irgendwelche Querverbindungen mit ihm.
2.       Viel wichtiger, es war einfach nicht mehr meins. Ich meine mal ehrlich, das Ding existierte schon viel zu lange, war in den letzten Jahren auf Hochglanz gepimpt worden und sagte in letzter Instanz Sachen aus mit denen ich mich seit Jahren nicht mehr identifizieren kann. 

Jetzt habe ich ein Profil von einer Freundin übernommen. Zu der und ihm gibt es auch eine lustige Geschichte, die aber im Moment den Rahmen sprengt. Kommt aber bestimmt noch. Im Nachhinein ist sie zum brüllen komisch. Auch bezüglich Selbstkritik.

Zuerst wollte ich auf keinen Fall, dass irgendjemand merkt, wer hinter dem Profil steckt, jetzt denke ich „ist scheissegal.“ Und das ist gut so. Ich muss und will keine von diesen Forums-Beautys sein, die die Hälfte ihrer Zeit mit dem Aufbau ihrer Außenwirkung in einem Online-Portal verbringen und dabei die ganze Zeit betonen, wie sehr sie doch ein reales Leben haben ;-) Ihr versteht die Differenz.

Also, jetzt in der Phase in der man über sich selbst den Kopf schüttelt ohne sich dabei verzweifelt zu überlegen warum man sich das angetan hat, läuft alles wie „geschnitten Brot“. Okay, ich habe mich 4 Monate von einem leicht paranoiden Kerl verarschen lassen, mich wahnsinnig bemüht ihn und seinen schwierigen Job zu verstehen, habe mich eingelesen und und und…anstatt mal ein Gespräch zu führen (wollte er ja nicht). Aber letztendlich hat mich ja niemand dazu gezwungen es mit zumachen. Und es zu beenden war meine Entscheidung und ich merke, dass es gut war. War halt wie mal einen neuen Italiener auszuprobieren, festzustellen, dass der nicht schmeckt und den alten daraufhin wieder zu schätzen. 

Obwohl, eigentlich geht`s mir jetzt zum Jahresende besser als die ganzen Monate zuvor. Gut, dass ich ganz deutlich gezeigt bekommen habe, was ich nicht will. Besonders weil er gleich `ne neue Ische hatte. Es ist schlauer ab und zu einen tiefen Schluck Red Bull zur Aufmunterung zu nehmen, als sich mit verschreibungspflichtigem Alprazolam (so beschrieb ich seine Wirkung auf mich) zu betäuben. Alprazolam löst zwar kurzfristig einige Schlafstörungen, hat aber a) extrem unangenehme Nebenwirkungen, b) macht süchtig und führt c) mittel- bis langfristig zu Depressionen. 


Schön, dass er aber mit einigen Dingen für ein paar im Nachhinein urkomische Geschichten gesorgt hat.

Fortsetzung folgt.

Kommentare:

  1. Wer braucht schon die Polizei , wo es doch so viele Berufsgruppen mit weniger Emotionslegasthenie gibt......

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  2. Jup, Ga-Wa-Se sind auch nett, ausserdem können sie ordentlich Rohre verlegen.

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  3. Das Buch habe ich auch und es hat mir damals die Augen geöffnet. Kann ich unbedingt weiterempfehlen.

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