Dienstag, 4. Oktober 2016

Pest-Cop Killer vom Dienst


Ich hatte die Gelegenheit mit tschechischen Diensthundeführern zu arbeiten.

Gut: 1 Tag mit bewaffneten Uniformträgern mit coolen Kötern.
Sehr gut: Die haben Geld dafür bezahlt, um mir zuzuhören.
Extrem gut: Wenn es um Hundearbeit geht, bin ich gegen gewisse Reize völlig immun. Ich habe nur Augen für die Köter.
Perfekt: Die Typen haben es geschafft ihre Aufmerksamkeit von meinem Arsch auf meine Erklärungen zu lenken.


Und weil sich Alle so über Pest amüsiert haben, durfte dieser 1,90m Typ ihn am Schluss noch arbeiten. Zum Verständnis: Pest wiegt 10kg, reicht noch nicht mal mir bis zum Knie, riskiert ständig eine dicke Lippe, versteckt sich aber beim geringsten Problem unterm Bett. War also wirklich als Gag gemeint. Pest fällt in der Regel beim Schutzdienst selbst aus dem Welpenbeisskissen raus wie eine überreife Pflaume und geht dann beleidigt vom Platz.

Also, der 1,90m 100kg Typ in voller Schutzausrüstung, Peitsche und all den Kram auf dem Platz. Püppie mit 10kg Hündchen in rosa Geschirr kommt dazu. Typ macht `n Affen als würde es um sein Leben gehen oder zumindest um seine Rente, Hündchen springt beherzt in den Arm des Typen und was passiert, Pest hängt da drin wie ein Großer und versucht die 100kg zu schütteln.

Nun, ein normaler Hund hätte die Hinterläufe auf dem Boden gehabt, Pest hängt in der Luft, strampelt, um sich irgendwo abzustützen, und trifft mit den Hinterläufen wohl volle Kanne die einzig ungeschützte Stelle des tschechischen Polizisten. Der geht auch glatt zu Boden. Pest hüpft noch ein paar Sekunden auf ihn rum, klaut ihm dann das Cappy und rennt wie eine Rennsemmel damit über den Platz. Selbstverständlich mit ausgiebigem Lob von mir „feiner Junge".

Als der Typ wieder ansprechbar ist sage ich trocken: „Suspensorium ist in Deutschland Pflicht."


Sie haben mich zum gemeinsamen Training nach Tschechien eingeladen.



1 Kommentar:

  1. Ich denke es gab keine bleibenden Schäden und vielleicht trifft man sich mal ohne Hund ;-)

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