Donnerstag, 27. Oktober 2016

Grusel Clowns

In Österreich war ich 10 Tage völlig ab vom Schuss. Kein Radio, kein Fernsehen. Ehrlich gesagt ist das der Grund, warum man so was macht. Nichts mitbekommen, außer das Wetter ändert sich von Regen in Schneeregen. Neuigkeiten bedeuten, aus was man alles Schnaps machen kann. Tannenzapfen zum Beispiel. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Ich saß also mehrere Tage in einem Bergdorf mit 10 Häusern, davon 10 Bauernhöfen und meine Gedanken kreisten maximal darum, wie viele Generationen Inzucht es braucht, um eine komplett eigene Sprache zu entwickeln.

Zurück in Deutschland hörte ich von diesen Horror-Clowns und konnte mit Mühe und Not den Impuls des sofortigen Umkehrens unterdrücken. Irgendwie werden alle immer bescheuerter. Ich bin ein empathischer Mensch, aber das überschreitet meine Grenzen. Warum macht man so was? Gibt es auf dem Land keine Kühe mehr, die man nachts umschubsen kann? Ist das demnach eine Folge der industriellen Massentierhaltung?

Und in der Stadt? Also bitte. Wer Helloween live haben möchte, setzte sich doch mal im Wedding an die Müllerstraße. Leo-Leggins mit 100kg Übergewicht, blondierte Dauerwelle und pinker Lippenstift sind kein urbanes Märchen! Wem das nicht reicht kann sich auch an den Ku`damm setzten und dort Westberliner Immobilienspekulaten-Witwen beobachten. Ein Großteil des Erbes der 2. Ehe wird zu sehr merkwürdigen Ärzten getragen. Partielle Aufpolsterung von Körperteilen ist in dieser Form definitiv Helloween-würdig.

Berlin ist eine Stadt die niemals schläft und die irgendwie immer was zu feiern hat. 365 Tage Helloween.

In Österreich wurde ein Horror Clown von einem Rottweiler gebissen. Die Hundebesitzerin muss mit Konsequenzen rechnen?! Bitte? Da ist jemand so bescheuert eine Frau mit Rottweiler zu erschrecken und der Rottweiler ist der Depp?

Meinen nächsten Urlaub werde ich wieder irgendwo ohne Radio und Fernsehen verbringen. Nichts mitbekommen kann sehr befreiend sein.

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