Samstag, 24. September 2016

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Eine Woche offline. Ich könnte jetzt behaupten, dass das nur am Job/Nebenjob lag, aber das wäre nur die halbe Wahrheit. Auch könnte ich sagen, dass ich mich erst mal sammeln musste, um mich wieder zu fangen oder oder oder.

Die Wahrheit liegt dazwischen. Trotzdem habe ich mal wieder festgestellt, dass ich mein Leben mag, so wie es ist. Mit einer 60 Stunden Woche, Training und locker flockig um 21 Uhr hirntot im Bett. Ich lief noch nie ganz rund. 

Trotzdem weiß ich, dass ich die letzten Wochen, wenn nicht sogar Monate, etwas drüber war. Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol haben durchaus ihren Tribut gefordert. Stresshormone sind auf Dauer echt die Pest. Außerdem fördern sie meinen Kontrollwahn. Ganz blöd wenn es um Zwischenmenschliches geht. Und man bekommt einen Tunnelblick.

Ich habe in den letzten Wochen wieder angefangen an meinen Zielen 2017 zu arbeiten, aber nicht mehr so verbissen. Ich hatte wieder die Gelegenheit meine Birne wirklich anzustrengen. Also so in Punkto Interaktion mit anderen Menschen, sprich Kommunikation über dem Niveau kurzer Hauptsätze hinaus. Tut gut und an dieser Stelle Danke an M.

Ich wusste immer was ich nicht will und wichtiger was ich will. Nur irgendwie war es verdrängt vom Alltag. Apropos Alltag, nachdem der Wasserschaden in der Küche reguliert ist, habe ich jetzt einen im Bad. 2016 soll ja nicht ruhig werden. Erwartungsgemäß blieb mal wieder alles an mir hängen, weil mein lieber Nachbar, na ja, sagen wir mal diplomatisch nicht so ganz pragmatisch ist und bei der Koordination der Arbeiten völlig hilflos aus dem Schießer-Feinripp-Unterhemd schaut. 

Ich merke wie sehr ich irgendwie meine Singlestruktur brauche. Heute mal ein bisschen Zeit und mich gruselt bei dem Gedanken, dass sofort jemand mit mir einen Ausflug oder so machen möchte. Außerdem hasse ich erste Dates. Ich hatte in den letzten Wochen eins und es war gruselig. Aber ich will auch nicht immer „nur“ mit einem Kerl mich zu Hause fürs Lakenwälzen treffen. Vielleicht ändere ich meine Meinung zu Freundschaft +. Wer weiß.

Heute lasse ich mich treiben und genieße es. 

Spannendes aus dem Datinggeschäft? Nö, Kommunikation mit mir läuft zurzeit so ab:

O.: Hey, ich habe Deinen Blog nicht gelesen, aber ich denke Du bist hier nur aus Recherche-Zwecken.

Ich: Hey, ich habe Dein Profil jetzt nicht gelesen, aber ich glaube Du bist ein Vollpfosten.

Das ist ja keine vielversprechende Basis ;-)

Kommentare:

  1. Bei dem Pensum bleibt natürlich so gut wie keine Zeit für irgendetwas anderes. Jede Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen etwas. Wenn allerdings die Prioritäten bewusst so gesetzt sind und zur eigenen Zufriedenheit beitragen, sind sie absolut richtig gesetzt. Für mich wäre das nichts, aber jeder Jeck ist bekanntlich anders. Problematisch wird es nur, wenn alles will. Daran zerreibt man sich auf Dauer.

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  2. Ja, das stimmt. Zeit ist bei mir immer eine "entweder-oder" Entscheidung. Im Moment ist alles gut so, vielleicht verschieben sich irgendwann Prios ;-)

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