Freitag, 9. September 2016

Jeder bitte nur ein (sein) Kreuz

Ein Teil meines meiner Lieblingslieder:

"without the history of my past i would be, an empty Shell"

Ich liebe diesen Satz. Wir sind alle keine Kinder mehr und haben alle unser Päckchen zu tragen. Das ist weder schlimm, noch leicht. Da müssen wir durch. Aber ohne dieses Päckchen wären wir kleine naive Jungs und Mädchen ohne fundierte Meinungen. Leicht zu beeindrucken, zu manipulieren und irgendwie doch auch „farblos".


Die Kunst liegt darin, mit diesem Päckchen/Kreuz richtig umzugehen. Es wird Situationen geben, da spüren wir es mehr, mal weniger. Je nach Situation.


Mein Kreuz wird von mir „meine kleinen Drachen genannt." Wobei manche klein und niedlich sind, manche groß und gruselig. Manchmal werden sie gefüttert, manchmal bekämpft und manchmal sieht und merkt man sie nicht. Grundsätzlich sind es aber meine Drachen. Und wie ich mit ihnen umgehe ist meine ganz persönliche Entscheidung. Niemand, aber auch wirklich niemand, ist dafür verantwortlich außer ich. Und ich darf für ihre Existenz niemand die Verantwortung geben.


Wenn also jemand meine Drachen füttert ohne es zu wissen, dann darf ich ihm das nicht vorwerfen. Er hat sie ja nicht verursacht. Haut einer in eine alte, sensible Wunde, dann ist das leider, leider mein Problem. Ich kann (und unter Umständen sollte ich auch), mein Gegenüber kurz aufklären, dass es ein sensibler Punkt ist, aber mich nicht an ihm austoben. Hinterlässt im wahrsten Sinne des Wortes nur verbrannte Erde.




D.h. seine Drachen los zu lassen, in allem was der Andere tut nur Bestätigung für seine Ängste zu sehen, ist nicht gut und schadet letztendlich nur einem selbst.


Ein jeder kämpfe bitte seine eigenen Schlachten, trage seine Kreuze und Päckchen und halte seine Drachen im Zaum.

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Kommentare:

  1. Welch angenehme, in der Damenwelt meiner Erfahrung nach leider kaum vorhandene Selbstreflexion! Schuld sind normalerweise immer die Anderen und wer den Spagat zwischen morgensternschwingendem, beschützendem Macho-Ritter und einfühlsamem Zuhörer mit ausgeprägter weiblicher Seite nicht hinbekommt, hat die Frau, die gerne Prinzessin und Feministin gleichzeitig sein möchte, eben nicht verdient. Gibt bestimmt auch männliche Pendants, aber mit Männern war ich noch nie liiert. Schreibe diesen Rant übrigens mit einem Augenzwinkern. Schriftliche Kommunikation und so.

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    1. Der Spagat ist gar nicht so schwer. Ohne Klamotten bitte Ragnar Lodbrok, mit Klamotten der Frauenversteher vom Dienst. Natürlich mit dem notwendigen Gespür, wann Klamotten vom Leib gerissen werden müssen und wann nicht. Alles ganz leicht ;-) Wie bei uns, wann heilige und wann Hure

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    2. Wo ich das so lese: Ist ja wirklich ganz einfach.

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    3. Oh, das tut mir leid. ich entschuldige mich natürlich in aller Form. Auch im Namen meiner Mutter

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  2. die Mischung aus Pooh dem Bären und Attila dem Hunnen...
    Immer genug Honig dabei, aber zeitgenau in die Höhle zerren

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    1. Ich glaube bei Pooh würde ich passen. Da denke ich an übertriebene Körperbehaarung

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    2. Mh, hin und wieder denke ich, die Tigerente von Janosh wäre ein Volltreffer

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    3. Bezüglich der Eigenschaften der Tigerente fallen mir leider nur indiskutable Kommentare ein.

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