Montag, 12. September 2016

Geerdet

Zurück von 2 Tagen Seminar.

Es war schön, anstrengend und erdend. Ich hatte endlich wieder Gelegenheit zu spüren, wofür mein Herz schlägt, was mich begeistert und was meine „Hier und Jetzt Insel" ist.


Wahrscheinlich kann man als Außenstehender das nicht nachvollziehen, warum ich nach einem Wochenende mit wenig Schlaf, einer sehr anstrengenden Gruppe, bei dem ich nach einer Mischung aus Autan, Schweiß und Hund gerochen habe, nur kaltes Wasser zum duschen hatte, völlig relaxed bin.


Zu sehen, wie Lebewesen, aufgrund züchterischer Selektion, ihre Fähigkeiten in den Dienst des Menschen stellen, Kooperationsbereitschaft einbringen und welche Wahrnehmung wir dadurch nutzen können, ist unglaublich. Wie leicht es eigentlich ist, diesen kleinen Erbsenhirnen etwas zu vermitteln.


Trotzdem ist es auch manchmal frustrierend, wie grobmotorisch wir Menschen damit umgehen. Das haben wir etwas neben uns, was mittels Selektion einen unglaublichen „will to please" mitbringt, das uns eigentlich nur gefallen möchte und dabei eine hoch sensible Antenne hat. Und was machen wir Menschen? Wir glauben wir müssten mit dumpfen Gehorsam und Gebrülle uns gegen irgendwas durchsetzen, was überhaupt nicht da ist. Wir sind so dumpf geworden.

Dabei ist es so leicht den Zugang zu finden. Einfach abschalten, im Hier und Jetzt sein und ehrliche Gefühle zeigen.


Und meine kleine Cholera macht so Spaß. Ihre Ohren fliegen fast voraus wenn ich sie losschicke, sie sieht zutiefst zufrieden aus, wenn sie eine Mission für und mit mir erfüllen darf. Wir verstehen uns mit ganz kleinen Zeichen, wortlos. Ich schaue nach rechts und Cholera fliegt nach rechts um dort unsere Mission zu erfüllen. Feines Mädchen. Und danach, wenn Sie spürt, dass Frauchen zufrieden ist und ihre kleine Mali-Seele erfahren durfte worauf sie genetisch seit Jahrzehnten gezüchtet wurde, diese innerliche Ruhe zwischen uns.


Wie gesagt, kein Außenstehender wird das je verstehen.



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