Sonntag, 21. August 2016

Aufstehen, Krone liegen lassen, Haare zerzausen, eskalieren gehen



Sonntagmorgen. Ich fühle mich so dynamisch wie eine tote Qualle. In meinem Hirn ist nur roter Knet. Mein altes Erbsenhirn verträgt einfach keine 6 Tage Woche. Außerdem sind meine beiden hundeähnlichen Mitbewohner immer latent unausgelastet, wenn ich so viel arbeite.

Also raus aus dem Bett, Laufschuhe an. Vor dem ersten Kaffee. Böser Fehler! Der Plan war entspannt und federleicht die Allee mit den bunten Wahlplakaten entlang zu traben. Pest und Cholera brav und glücklich neben mir. Eine Playlist mit fröhlicher Popmusik auf den Ohren. Die Realität ist natürlich wieder eine ganz Andere.

Mit der natürlichen Anmut einer BSE-kranken Kuh schnaufe Richtung Wald. Pest und Cholera im Kampfgeschwader-Modus. Nach 15 Min. hat Cholera bereits den Highscore auf ihrer persönlichen Hit&Run-Liste geknackt. Wenigstens ist sie von dem 60kg Molosser erst mal abgeprallt wie ein Gummiball an einer Mauer. Zum Ausgleich hat Pest den dann auf seine Besteigungsliste gesetzt. Auf dieser stehen heute schon 2 Golden Retriever und irgendein Mischling. Das zwingt mich wiederum dazu vor dem ersten Kaffee ganze Sätze mit Subjekt, Prädikat, Objekt zu bilden. Das ist der wahre Sport um die Uhrzeit. Außerdem muss ich auch noch nett sein und mich höfflich entschuldigen. Allein dafür könnte ich die beiden am nächsten Baum aufhängen.

Mache ich natürlich nicht. Stattdessen beschließe ich das Gesamtbild abzurunden und wechsle in der Playlist vom „gute Laune Pop“ zu Rage against the machine. Zu Hause angekommen frage ich Amazon was Laufbänder kosten und ob man die mit Paypal bezahlen kann.

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