Freitag, 8. Juli 2016

A. (Arbeitstitel SEK)


Das SEK ist wie der Name schon sagt, das Sonder-Einsatz-Kommando. Wenn gewisse Bedürfnisse einfach zu stark sind, wenn man nicht riskieren will, dass es in die Hose geht und und und...


Das SEK hat es tatsächlich geschafft, dass ich einen Dauer-Liebhaber habe.


Normalerweise habe ich ja so Phasen, also mal so eine "Fastfood-Phase", mal eine "Oh-Gott-jedes-Aufhübschen-ist der-Mühe-nicht-wert-Phase" und die "Suche nach der großen Liebe-Phase".


Ich lernte das SEK in einer Fastfood-Phase kennen und er läuft nicht ganz rund. In sexuellen Fastfood-Phasen ist das dem Gesamtkonzept sehr dienlich. Außerdem kommt er meiner sexuellen Vorliebe für große, breitschultrigen, uniformierten Männern mit kaltem Blick und Nahkampferfahrung mehr als entgegen.


Das SEK sorgt in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zu Telefonaten wie:


C: Du hörst Dich aber müde an.
Ich: Ja, ich hatte heute morgen um 6 schon Polizei im Haus.
C: Oh Gott, was ist passiert?
Ich: Das übliche, nur zu einer völlig beknackten Uhrzeit.
C: Fehlt denn
 was? Ist Dir was passiert? War`s ein Einbruch?
(Das Telefonat fand statt als mein Kollege im Raum stand)
Ich: Äh, nein, C. ich hatte einfach NUR Polizei im Haus.
C: Also ist bei den Nachbarn eingebrochen worden?
Ich: NEIN! Es war ein ganz normaler SEK Einsatz. Nur halt zu einer Uhrzeit die völlig beknackt war.
Stille. Auch beim Kollegen. Der hatte vorher noch was getippt und simulierte jetzt entsetzt den konzentrierten Bildschirmblick.
C. schallendes Gelächter. Achso, ich dachte schon es wären ganz viele Polizisten gewesen, aber wenn es nur das SEK war, ist es ja was anderes.
Ich: C. hätte ich heute morgen mehrere solcher Typen im Haus gehabt, wäre ich heute nicht arbeitsfähig.


Wir beenden das Gespräch. Kollege guckt mich an. Ich sage trocken: "mir ist mein Fahrrad geklaut worden. Vermutlich von einer organisierten Bande. Kollege erwidert, dass ihm das auch schon mal passiert ist.


Ich geh eine rauchen.

1 Kommentar:

  1. C: Ich hätte alles gegeben für den Blick des Kollegen

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